Dachbegrünung
Begrünungsarten
Immer mehr Gebäude und Häuser sind mit einem grünen Dach ausgestattet. Das liegt nicht nur daran, dass eine Dachbegrünung optisch ein echter Hingucker ist, sie bringt auch jede Menge Vorteile mit sich.
Als Mitglied in verschiedenen Verbänden wie dem Bundesverband Gebäude Grün und mit über 20 Jahren Erfahrung sind wir Experten im Bereich der Dachbegrünung.
Eine Begrünung schützt die Dachabdichtung vor UV-Strahlung, Extremtemperaturen und Hagel
und kann ihre Lebensdauer deutlich verlängern: Laut einer Umfrage des Bundesverbands
GebäudeGrün e.V. (BuGG) mit dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks hält eine
Abdichtung unter Gründach in rund 55 % der Fälle mehr als 20 Jahre bis zur ersten größeren
Reparatur – bei ungeschützten Dächern nur in rund 25 % der Fälle.
Die Vegetations- und Substratschicht dämpft Hagelschlag ab und reduziert das Risiko von Hagelschäden an der Abdichtung erheblich. Bei starken oder lang andauernden Regenfällen entlasten Dachbegrünungen die Kanalisation (BuGG). Hohe Abwasserkosten können dadurch langfristig reduziert werden und auch Energiekosten lassen sich senken. Im Sommer sorgt das Gründach für angenehme Kühle, im Winter verhindert es schnelles Auskühlen. Dachbegrünungen befeuchten die Luft, binden Feinstaub und kühlen im Sommer durch Verdunstung ihre Umgebung. Zudem halten sie Regenwasser zurück und entlasten so die Kanalisation. Daher sind sie für eine ökologische und nachhaltige Bauweise ein wichtiger Aspekt. Man unterscheidet zwei Arten, die extensive und die intensive Dachbegrünung.
Extensiv - naturnah gestaltete Vegetationsräume
Extensive Dachbegrünungen zeichnen sich vor allem durch geringe Flächenlasten und einen geringen Pflegebedarf aus. Ein mehrschichtiger Aufbau bestehend aus Vegetations-, Filter-, und Dränschicht sorgt für eine optimale Wasser- und Nährstoffspeicherung. Überschüssiges Wasser, das von den Pflanzen nicht mehr aufgenommen werden kann, wird über die Dränage sicher abgeleitet. Extensive Begrünungen bestehen zum Großteil aus Sedumarten. Diese Dickblattgewächse können eine große Menge Wasser speichern und benötigen wenig Nährstoffe. Sie überstehen selbst längere Hitze- und Trockenperioden ohne zusätzliche Bewässerung und sind sogar Frost gewachsen. Neben den Sedumpflanzen eignen sich auch trocken- und hitzeresistente Kräuter, wie zum Beispiel Thymian, Salbei oder Lavendel, für die Ansaat auf dem Dach.Zwei Pflegegänge pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst, sind in der Regel völlig ausreichend. Dabei wird unerwünschter Fremdbewuchs entfernt und nach Bedarf gedüngt. Hat sich die Extensivbegrünung einmal etabliert, ist selbst Wässern nicht mehr nötig.